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Der typische Falkensteiner:
Die Gegend rund um Falkenstein bietet beste kleinklimatische und geologische Voraussetzungen für den Anbau hochqualitativer Weine. Bewaldete Hügel halten kalte Winde ab, steile Kalkklippen und heiße Talkessel sorgen für die optimale Ausreifung der Trauben. Die Böden sind locker und warm und zeichnen sich durch einen hohen Kalkanteil aus. Große Temperaturunterschiede im Herbst verleihen den Weinen ein gutes Säurerückgrat. Fruchtbetont mit elegantem Körper, spritzig und gehaltvoll - so präsentiert sich der typische Falkensteiner.Gepflanzt werden traditionellerweise hauptsächlich Weissweinsorten aber auch Rotweine wie Zweigelt und Blauburger finden hier ideale Wachstumsbedingungen.
Die Rebfläche beträgt 185 Hektar.
Falkensteiner Berggericht: Die juristische Oberinstanz für alle "Weinbergsachen und die daraus fließenden Erträgnisse" - das war die historisch bedeutende Rolle des Falkensteiner Berggerichts zwischen dem 13. un dem 18. Jhdt. Zuständig für den ganzen Raum zwischen Wien und Brünn. Jedes Jahr am Markustag hatten sich alle Weinbergbesitzer zum Bergtaiding zu versammeln. Nach Verlesung des Bergbüchls wurden Streit- und Appelationsfragen verhandelt, aber auch Lesetermine und Qualitätskontrollen bestimmt. Schließlich wurde der neue Richter - der Bergmeister- gewählt, der mit einem Schwur auf Wahrheit und Gerechtigkeit sein Amt antrat. Ihm zur Seite gestellt waren vier Bergleute, mit denen gemeinsam er das Bergamt repräsentierte.Noch heute wird eine Originalabschrift des Bergtaidingbüchls aus dem Jahr 1584 im Gemeindearchiv aufbewahrt.
Die Falkensteiner Winzer sind sich ihrer großen Tradition bewusst. In fünf Jahrhunderten Gerichtsbarkeit sammelte sich ein Schatz an Erfahrungen und Traditionen an, auf die sich das heutige "Falkensteiner Berggericht" beruft.
Die Falkensteiner Winzer haben sich zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen, deren Ziel es ist, das Erbe ihrer Väter behutsam und mit höchster Qualität weiterzuführen. Heute wie damals kontrolliert ein gewählter Bergmeister die Weingärten und das Lesegut. Ihm obliegt es auch, alljährlich im Frühjahr eine Jury aus anerkannten Weinexperten und Fachjournalisten zusammenzustellen und einzuberufen. Die Jury verkostet die Weine und zeichnet die besten von ihnen mit dem Berggerichtssiegel aus. Im Rahmen des "Bergtaidings" werden die so prämierten Weine dann der Öffentlichkeit vorgestellt.
24.05.2013wolkig7°C bis 15°CWIND 7,9 KM/H
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